Qu'est-ce qu'une Ferrure Collée ?

Funktion, Anwendung, Haltbarkeit & Vorteile Fachlich erklärt

Pferd grast auf einer Wiese mit Besitzerin und Goodsmith Klebebeschlägen

Klebebeschläge sind nagelfreie, dauerhaft befestigte Hufschutzsysteme. Ihre Qualität zeigt sich daran, wie sie den Hufmechanismus, die Kraftverteilung und das Verhalten unter Belastung beeinflussen. Haltbarkeit und Eignung sind kontextabhängig und stehen und fallen mit Anpassung und Anwendung.

Vielleicht bist du bereits über den Begriff Klebebeschlag und Klebeeisen gestolpert und hast dich gefragt, wie dieses System genau funktioniert, wie haltbar es ist und für welche Pferde es sinnvoll eingesetzt werden kann.


In diesem Artikel erfährst du:

  • was ein Klebebeschlag fachlich ist – und warum „Beschlag“ die Funktion am Huf beschreibt, nicht die Befestigungsart

  • warum Hufschutz mehr ist als Abriebschutz – und welche Rolle Hufmechanismus, Kraftverteilung und Belastung dabei spielen

  • wie ein Klebebeschlag in der Praxis funktioniert – von der Hufbearbeitung über die Anpassung bis zur Verklebung

  • wie lange ein Klebebeschlag hält – und welche Faktoren den Halt und die Funktion unter Belastung beeinflussen

  • welche Vorteile sachlich eingeordnet werden können – insbesondere in Bezug auf Eingriffstiefe, Anpassbarkeit und Reversibilität

  • für welche Pferde und Nutzungssituationen ein Klebebeschlag sinnvoll sein kann – und wo seine fachlichen Grenzen liegen

  • wie sich Klebebeschlag, Eisen und Barhuf funktional unterscheiden – ohne ideologische Bewertung

Ziel ist eine sachliche, nachvollziehbare Einordnung – nicht eine ideologische Bewertung.

Grundlagen des Klebebeschlags

Der Huf als funktionelles Organ – warum Hufschutz mehr ist als Abriebschutz

Um einen Klebebeschlag sinnvoll einordnen zu können, muss zunächst geklärt werden, wie der Huf grundsätzlich verstanden wird.

Der Huf ist keine passive Auftrittsfläche, sondern ein funktionelles Organ im Bewegungsapparat des Pferdes. Er übernimmt gleichzeitig:

  • Lastaufnahme und Lastverteilung
  • Stoßdämpfung
  • Stabilisierung und Balance
  • Weiterleitung von Kräften in Sehnen, Gelenke und Muskulatur

Entscheidend ist:
Bewegung am Huf findet unter Belastung statt. Der Huf verformt sich beim Auffußen und formt sich beim Abfußen wieder zurück. Dieses dynamische Verhalten wird als Hufmechanismus bezeichnet.

Jeder Hufschutz greift in dieses System ein. Die Frage ist nicht, ob er eingreift – sondern wie stark und in welcher Weise.


Ein Klebebeschlag ist daher nicht nur Abriebschutz. Er ist ein Werkzeug im Belastungsmanagement und muss sich daran messen lassen, wie er:


  • den Hufmechanismus erhält oder einschränkt
  • Kräfte verteilt
  • sich unter realer Nutzung verhält
Hufmechanismus von einem Pferd mit Klebebeschlag vs mit Hufeisen

Was ist eigentlich ein Klebebeschlag ?

Ein Klebebeschlag ist ein dauerhaft am Huf befestigter Hufschutz, der nicht genagelt, sondern geklebt wird.


Wichtig ist die begriffliche Klarstellung:

Ein „Beschlag“ beschreibt die Funktion am Huf – nicht die Art der Befestigung.


Ein Beschlag übernimmt:

  • Schutz vor Abrieb
  • Lastaufnahme
  • Kraftverteilung
  • Einfluss auf das Abrollverhalten
  • Belastungsmanagement unter Nutzung

Ob dieser Schutz genagelt oder geklebt wird, ist technisch relevant – funktional bleibt es ein Beschlag.


Ein Klebebeschlag ist somit:

  • ein nagelfreier Beschlag
  • dauerhaft am Huf befestigter Hufschutz
Klebebeschlag von Goodsmith an Pferdehuf steht in einer Wiese Wiese

Welche Klebebeschläge gibt es ?

Grundsätzlich lassen sich Klebebeschläge in zwei Hauptkategorien einteilen: vorgefertigte Schalen- oder Komplettsysteme und individuell angepasste, modulare Systeme.


Vorgefertigte Systeme bestehen meist aus einer festen Schale, die mit einem Zwei-Komponenten-Kleber am Huf befestigt wird. Sie sind in definierten Größen erhältlich und werden mit möglichst wenig Anpassung angebracht.


Individuelle Klebebeschläge hingegen basieren auf einer separat angepassten Grundplatte, an die Klebelaschen oder Klebekragen angeschweißt und anschließend an der Hufwand verklebt werden. Diese Systeme sind in ihrer Form, Steifigkeit und Ausführung variabler und erlauben eine präzisere Anpassung an Anatomie, Nutzung und Belastung.


Darüber hinaus unterscheiden sich Klebebeeisen in Materialeigenschaften (z. B. Flexibilität, Abriebverhalten, Gleitverhalten), Eingriffstiefe, Erweiterbarkeit und orthopädischen Modifikationsmöglichkeiten. Welches System sinnvoll ist, hängt nicht vom Begriff „Klebebeschlag“ allein ab, sondern vom jeweiligen Nutzungskontext, der Hufsituation und dem angestrebten funktionellen Ziel.


Je nach Hersteller und System sind Klebeeisen in unterschiedlichen Größen erhältlich – vom kleinen Ponyhuf bis hin zu großrahmigen Kaltblütern. Darüber hinaus existieren speziell für sportliche Anforderungen konzipierte Varianten, die beispielsweise die Integration von Stollen ermöglichen. Damit können auch Turnierpferde unter rutschigen Bedingungen mit zusätzlichem Halt ausgestattet werden, sofern die jeweiligen Regelwerke dies zulassen. Entscheidend bleibt jedoch stets die fachgerechte Auswahl des Systems in Bezug auf Disziplin, Untergrund und Belastungsprofil.

Anbringung und Haltbarkeit

Wie wird ein Klebebeschlag an den Huf geklebt?

Beim Klebebeschlag wird eine individuell angepasste Grundplatte mit Laschen an der Hufwand befestigt. Die Befestigung erfolgt mittels speziellem Klebstoff.


Der entscheidende Unterschied zum genagelten Hufeisen:

  • Nägel durchdringen die Hufwand vollständig.
  • Klebesysteme verbinden sich oberflächlich mit der äußeren Wandschicht.

Mechanisch betrachtet bedeutet das:

  • keine punktuelle Nagelspannung
  • keine Durchdringung der Hornstruktur
  • geringere strukturelle Eingriffstiefe

Das heißt nicht, dass ein System grundsätzlich „besser“ ist – sondern dass der Eingriff am Huf technisch anders erfolgt als beim traditionellen Hufbeschlag mit genagelten Hufeisen.


Ein individuell gefertigter Klebebeschlag wird in mehreren Schritten von einem Hufschmied angefertigt:

1. Fachgerechte Hufbearbeitung

Der Huf wird zunächst wie bei jeder Beschlagsform funktionell vorbereitet. Eine fachlich saubere Hufbearbeitung ist Grundvoraussetzung für die Funktion und Haltbarkeit des Systems. Der Huf sollte korrekt ausgeschnitten, tragfähig vorbereitet und frei von losen Hornanteilen sein. Eine unzureichende Vorbereitung gehört zu den häufigsten Ursachen für vorzeitige Haltbarkeitsprobleme.

Der Goodsmith Klebebeschlag kann entweder von deinem Hufschmied oder Hufbearbeiter an an dein Pferd gebracht werden oder von einem Goodsmith Partner in deiner Nähe.


professionelle Hufbearbeitung

2. Anpassung der Grundplatte

Die Grundplatte wird exakt an die individuelle Hufform vom Pferd angepasst. Passgenauigkeit ist entscheidend für:

  • Sitz
  • Haltbarkeit
  • gleichmäßige Kraftverteilung
Grundplatte anpassen

3. Verschweißen von Grundplatte und Laschen

Laschenkrägen werden mittels Hitze dauerhaft mit der Grundplatte verbunden. Dadurch entsteht ein modulares System.

Grundplatte & Laschen verschweißen

4. Vorbereitung der Hufwand

Die Hufwand wird gereinigt & entfettet und die äußerste Hornschicht leicht angeraut. Dabei wird ausschließlich oberflächlich gearbeitet. Die strukturelle Integrität der Hufkapsel bleibt erhalten.

Vor der Verklebung muss die Klebefläche vollständig sauber, staubfrei und fettfrei sein. Je nach System kann die Behandlung mit einem geeigneten Reiniger sinnvoll sein, um die Haftung zu optimieren. Die Qualität der Vorbereitung beeinflusst die spätere Haltbarkeit maßgeblich. 

Huf Vorbereitung

5. Verklebung der Laschen an den Huf 

Die Laschen werden mit speziellem Klebstoff an den Hufwänden befestigt.

Der Kleber von Goodsmith basiert auf Cyanacrylat. Die Aushärtung wird durch Feuchtigkeit ausgelöst. Der Huf muss daher nicht vollständig trocken sein. Der Kleber ist einkomponentig und entwickelt keine Wärme beim Aushärten. Der XT-40 Sekundenkleber von Goodsmith wird auch in der Humanmedizin eingesetzt und ist für die Anwendung am Huf geeignet. Er wirkt ausschließlich oberflächlich und dringt nicht in lebendes Gewebe ein. Der Kleber ist deshalb nicht giftig und schädigt das Hufhorn nicht. 

Für eine stabile Verbindung ist keine übermäßige Klebstoffmenge erforderlich. Eine gleichmäßige, dünne Schicht reicht aus, um eine sichere Haftung zu erzielen. Zu dick aufgetragener Kleber kann die Verbindung sogar negativ beeinflussen. 


Nach kurzer Aushärtungszeit ist der Beschlag belastbar. Vor dem endgültigen Fixieren sollte die Passform nochmals kontrolliert werden. Eine spannungsfreie, präzise Anpassung reduziert Hebelkräfte und trägt wesentlich zur Haltbarkeit bei. Fehler in der Anpassung oder im Klebeprozess sind häufiger Ursache für ein frühzeitiges Ablösen als Materialversagen.


Laschen an Hufwand ankleben für einen Klebebeschlag

Fertig ist der Klebebeschlag !

Klebebeschlag von Goodsmith

Entfernen des Klebebeschlags:

Zum Ablösen werden die Laschen kontrolliert mit einer Zange entfernt. Kleberreste können abgeschliffen werden.
Bei fachgerechter Anwendung bleibt die strukturelle Integrität der Hufwand erhalten.


Grenzen bestehen dort, wo:

  • die Hufwand stark geschädigt ist
  • Nutzung und System nicht zueinander passen
  • Anpassung nicht fachgerecht erfolgt
Laschen lösen von der Hufwand bei einem Klebebeschlag

Wie lange hält ein Klebebeschlag ?

Die Frage „Wie lange hält ein Klebebeschlag?“ lässt sich nur sinnvoll beantworten, wenn geklärt wird, was „halten“ bedeutet.


Haltbarkeit umfasst:

  • mechanischen Sitz

  • Funktionserhalt unter Belastung

  • Verhalten über Zeit

Die Haltbarkeit ist weniger eine Eigenschaft des Materials allein als vielmehr das Ergebnis aus Anpassung, Vorbereitung und Nutzung. Bei fachgerechter Anbringung entsprechen die Klebeintervalle in der Regel den üblichen Beschlagsintervallen klassischer Systeme. Wird ein Klebebeschlag hingegen unsachgemäß angebracht, kann er sich unter Belastung bereits nach wenigen Tagen lösen – nicht aufgrund des Prinzips, sondern aufgrund fehlerhafter Umsetzung.


In den meisten Fällen entspricht die Haltbarkeit mindestens dem klassischen Eisenbeschlag. Das empfohlene Bearbeitungsintervall liegt bei 6–8 Wochen. Die Goodsmith Klebeeisen können normalerweise für 2-3 Beschlagsintervalle wiederverwendet werden. In Extremfällen können diese auch für bis zu 4 Beschlagsintervallen bzw. einem halben Jahr genutzt werden.


Die tatsächliche Haltbarkeit hängt ab von:

  • Untergrund

  • Trainingsintensität

  • Hufwachstum

  • Passform

  • fachgerechter Anbringung

  • Materialeigenschaften

Was beeinflusst die Haltbarkeit maßgeblich?
Je präziser das Klebeeisen an den Huf angepasst ist, desto gleichmäßiger erfolgt die Kraftverteilung.
Saubere und korrekt vorbereitete Klebeflächen sind Voraussetzung für stabilen Halt.
Ein korrekt gesetzter Abrollpunkt reduziert Hebelkräfte und minimiert die Gefahr des Selbstabtreten.


Was passiert, wenn sich ein Klebebeschlag löst?

Wie bei jedem Beschlag kann es vorkommen, dass ein Pferd sich selbst auf das Klebeeisen tritt.

Moderne Systeme verfügen häufig über Sollbruchstellen in den Laschen. Im Fall eines starken Hebels reißen diese gezielt, um Schäden an der Hufwand zu vermeiden.


Goodsmith Klebebeschlag auf Schotter

Was kostet ein Klebebeschlag ?

Die Kosten für einen Klebebeschlag hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Region und Betrieb

  • individuelle Anpassung

  • Materialwahl (Grundplatte, Laschen)

  • mögliche Modifikationen (z. B. Keile, Polster, Spikes)

In der Praxis liegt ein individuell angepasster Klebebeschlag meist moderat über dem Preis eines klassischen Hufbeschlag mit Eisen. Der Unterschied entsteht vor allem durch den höheren Anpassungs- und Arbeitsaufwand – nicht durch das Material allein. Somit ist die Arbeitszeit ein wesentlicher Kostenfaktor bei Klebeeisen.



Ist ein Klebebeschlag „teuer“?


Ob ein Hufschutz teuer ist, hängt vom Maßstab ab. Entscheidend ist:


  • Welche Belastung soll gemanagt werden?

  • Wie relevant ist die Maßnahme für die langfristige Nutzung des Pferdes?

  • Welchen funktionellen Mehrwert bietet das System im jeweiligen Kontext?

Nagelfreier, anpassbarer Hufschutz ist in der Regel etwas höherpreisig, weil er individuell gefertigt, reversibel befestigt und auf Bewegung unter Belastung ausgelegt ist.

Die Wirtschaftlichkeit zeigt sich daher nicht nur im Einzelpreis, sondern im Gesamtverlauf über mehrere Beschlagsintervalle - insbesondere dann, wenn Materialbestandteile wiederverwendet werden können.


Fazit:
Ein Klebebeschlag ist meist etwas kostenintensiver als ein klassischer Beschlag, der Preisunterschied ist jedoch fachlich durch Anpassung und Systemaufbau begründet. Ob er sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Pferd und Nutzungskontext ab.

Vorteile und Einsatzgebiete

Die Vorteile eines Klebebeschlags

Erhalt des Hufmechanismus


Da keine Nägel durch die Hufwand genagelt werden, entstehen:


  • keine punktuellen Spannungszonen

  • keine Durchdringung der Hornkapsel

Bewegungsfreundliche Systeme können, je nach Materialauslegung, eine barhuf-nähere Verformung unter Belastung ermöglichen als starre Systeme wie beispielsweise Hufeisen. Somit kann bei Verwendung von Klebeeisen die Hufgesundheit langfristig gefördert werden, da die natürliche Hufmechanik erhalten bleibt. Des Weiteren weißen Kunststoffeisen ein deutlich geringeres Gewicht als Hufeisen auf, was die Beweglichkeit der Pferde verbessern kann.

Entscheidend ist jedoch immer die konkrete Ausführung.



Anpassbarkeit

Klebebeschlagsysteme sind meist modular aufgebaut und ermöglichen eine differenzierte Anpassung an die jeweilige Hufsituation. 


Dazu gehören:


  • modulare Erweiterungen

  • orthopädische Modifikationen

  • variable Verstärkungen

  • Reversibilität

Anpassbarkeit ist deshalb ein zentrales Kriterium, weil sich Hufe über Zeit verändern. Wachstum, Bearbeitungszyklen, Trainingsintensität, Untergrund, Stoffwechsel oder rehabilitative Prozesse beim Pferd beeinflussen Form und Belastungssituation kontinuierlich.

Ein anpassbares System erlaubt es, auf diese Veränderungen zu reagieren, 


Eingriffstiefe

Mechanisch betrachtet ist Kleben ein oberflächlicher Eingriff in die Hufwand, während Nageln die Hornstruktur vollständig durchdringt.


Das bedeutet:

  • strukturelle Integrität bleibt erhalten
  • wiederholte Nagellöcher werden vermieden






Belastungsmanagement

Je nach Materialauslegung kann ein Klebebeschlag:


  • Stoßbelastungen dämpfen
  • Kraftspitzen verteilen
  • kontrolliertes Gleitverhalten ermöglichen

wodurch Stöße gedämpft und Gelenke und Sehnen geschont werden. 


Ein zu abruptes Stoppen kann ebenso ungünstig sein wie übermäßiges Rutschen. Ziel ist jedoch nicht maximale Weichheit, sondern eine kontrollierte Kraftübertragung mit ausgewogenem Gleit- und Haftverhalten.

Für welche Pferde ist ein Klebebeschlag geeignet?

Die Frage lautet nicht: „Welches System ist besser?“

Sondern: „Welches System erfüllt unter gegebenen Bedingungen die definierten Kriterien am besten für das jeweilige Pferd?“


Barhuf kann unter passenden Bedingungen das biologische Referenzmodell sein.
Hufeisen bieten robusten Schutz, greifen jedoch starr in die Hufmechanik ein.
Klebebeschläge stellen eine nagelfreie, potenziell bewegungsfreundlichere Option dar. Das Klebesystem hält bei allen Temperaturen - somit können die Klebesysteme im Sommer bei Hitze sowie im Winter bei Kälte eingesetzt werden. Unterschiedliche Untergründe stellen kein Problem dar, wodurch sie eine Lösung für verschiedene Situationen und somit für viele Pferdebesitzer anbieten.


Welches System sinnvoll ist, hängt ab von:

  • Funktion

  • Belastung

  • Zielsetzung

  • Anpassbarkeit

Eine pauschale Bewertung ist fachlich nicht haltbar.


 

Unterschiedliche Disziplinen

Klebebeschläge werden heute eingesetzt in:

  • Freizeit- und Geländenutzung

  • Dressur

  • Springen

  • Westernsport

  • Distanzreiten

  • Vielseitigkeit

  • Gangpferdesport

Für sportliche Nutzungsszenarien stehen Systeme zur Verfügung, die zusätzliche Traktionselemente wie Stollen aufnehmen können. Dadurch sind Klebebeschläge nicht auf Freizeitnutzung beschränkt, sondern können – bei korrekter Auslegung – auch im Turnierbereich eingesetzt werden.

In vielen Turnierordnungen sind Klebebeschläge zugelassen – Goodsmith Klebeeisen sind LPO konform.

Regelwerke sollten dennoch stets individuell geprüft werden.

Dressurreiterin auf einem Platz mit ihrem Pferd und Goodsmith Klebebeeisen
Polospieler mit seinem Pferd und Klebebeschlag
Pferd vor einer Kutsche mit Goodsmith Klebebeschlag
Pferd mit Goodsmith Klebeeisen in der Vielseitigkeit
Pferd mit pinken Klebebeschlägenv on Goodsmith trabt über pinke Stangen

Können Klebebeschläge auch bei orthopädischen Problemen helfen ?

Durch modulare Erweiterungen können Klebebeschläge auch bei:


  • Fehlstellungen
  • asymmetrischen Belastungen
  • rehabilitativen Maßnahmen

eingesetzt werden.


Wichtig:
Klebebeschläge sind kein Heilversprechen. Sie sind ein Werkzeug im mechanischen Belastungsmanagement und sollten bei komplexen pathologischen Situationen in Abstimmung mit Tierärzten und Hufbearbeitern eingesetzt werden. Sie können jedoch beispielsweise für Pferde mit Arthrose und Hufruhe eine Erleichterung schaffen. 


Pferdehuf mit Goodsmith Klebebeschlag und Keil

Grenzen und Alternativen

Wann ist ein Klebebeschlag nicht geeignet ?

Es gibt Situationen, in denen ein Klebebeschlag nur eingeschränkt oder nicht sinnvoll ist:

  • Wenn der Huf vollständig ruhiggestellt werden muss (z. B. bei bestimmten Frakturen)
  • Bei stark geschädigter oder stark verpilzter Hufwand
  • Wenn zu wenig tragfähige Klebefläche vorhanden ist

In solchen Fällen muss individuell entschieden werden, welches System fachlich sinnvoll ist.

Klebebeschlag vs. Eisen vs. Barhuf

Kriterium Klebebeschlag Genageltes Eisen Barhuf
Eingriffstiefe gering - oberflächliche Verbindung hoch - Durchdringung der Hufwand gering - kein technischer Eingriff
Bewegungsfreiheit hoch  begrenzt hoch
Schutzwirkung hoch hoch abhängig von Hornqualität
Anpassbarkeit hoch - modular möglich begrenzt natürlich gegeben
Reversibilität hoch begrenzt - Nagellöcher bleiben hoch

Zusammenfassung

Ein Klebebeschlag ist ein nagelfreier, dauerhaft befestigter Hufschutz, der mechanisch anders in die Hufstruktur eingreift als ein genagelter Beschlag.

Seine Vorteile liegen insbesondere in:

  • geringerer struktureller Eingriffstiefe
  • Anpassbarkeit
  • Reversibilität
  • potenziell bewegungsfreundlicher Auslegung

Seine Eignung ist – wie bei jedem Hufschutz – kontextabhängig und muss individuell bewertet werden.

Die Frage lautet nicht: „Welches System ist besser?“
Sondern: „Welches System erfüllt unter gegebenen Bedingungen die definierten Kriterien am besten?“

FAQ

Ist ein Klebebeschlag teurer ?

In der Regel ist der Arbeitsaufwand etwas höher als bei einem klassischen Eisenbeschlag. Der Preisunterschied ergibt sich primär aus Anpassungszeit, nicht aus dem Material allein.

Ist Kunststoff abriebfest?

Moderne Kunststoffe können unter vergleichbarer Beanspruchung Standzeiten erreichen, die Metallbeschlägen entsprechen. Abrieb ist immer nutzungsabhängig. Unsere Klebeeisen können normalerweise 2-3 Beschlagsperioden a 6-8 Wochen verwendet werden. In Extremfällen sogar bis zu 4 Beschlagsintervallen oder ein halbes Jahr.

Sind Klebebeschläge nur ein Trend ?

Klebebeschläge werden seit vielen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Ihre Bewertung sollte anhand klarer Kriterien erfolgen, nicht anhand von Marktwahrnehmung.

Kann man einen Klebebeschlag wiederverwenden?

Je nach Zustand der Grundplatte und Abrieb kann eine Wiederverwendung möglich sein. Dies muss individuell entschieden werden.


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